5 Tipps, mit denen Marketingbudgets krisensicher werden

  1. Fokus statt Gießkanne
  2. Optimieren ist das Gebot der Stunde
  3. Rücken Sie Ihre Touch Points nach vorne
  4. Noch härter vom Kunden denken: Aufklären statt werben.
  5. Automatisieren, was zu automatisieren ist

Ganz klar: In der Krise geht es darum, schnell umzuschalten und Kosten zu senken. Die Reaktionen der Werbewirtschaft auf den Corona Schock deuten auf einen Full-Stop hin: In UK haben 86% aller Marketingmanager Kampagnen verschoben oder ganz abgesagt. In Deutschland wird die Quote nicht viel geringer sein. Teams werden in Kurzarbeit geschickt, verkleinert, Budgets gestrichen.

Doch Marketing einzustellen, hieße Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Peter Drucker, Erfinder des modernen Managements, sagte, dass alles bis auf Innovation und Marketing Kosten sind. Was keinen Umsatz macht, ist auch in guten Zeiten überflüssig. Auf den Rest kann man selbst in der Krise nicht verzichten.

Die Frage ist nur: Was funktioniert, und worauf kann das Marketing verzichten, ohne seine Wirkung zu verlieren?

Unsere fünf Tipps

1. Fokus statt Gießkanne

Es ist verlockend, den Geldhahn ein wenig zuzudrehen, aber sonst alles beim Alten zu belassen. Das Risiko ist, wenn in den einzelnen Kanälen die Engagement Raten unter jenen kritischen Wert fallen, den man für die kontinuierliche Aussteuerung der Kampagnen braucht. Deswegen ist es überlebenswichtig, a) zu wissen, welche Kanäle krisenfest sind, um b) sicherzustellen, dass diese auch in schlechten Zeiten mit ausreichend Budget versorgt werden. Schalten Sie stattdessen Kanäle ab, deren Wirkung Sie als schlecht einstufen oder gar nicht genau bewerten können.

2. Optimierung ist das Gebot der Stunde

Nur was ist ausreichend? Budgeteinschnitte befreien nicht von der Aufgabe, Kunden zu finden und zu binden - im Gegenteil: Der Druck steigt in der Krise, statt zu streuen nur “gute” Leads zu generieren. Die Reduktion von Reichweite macht nur dann Sinn, wenn der Umsatz nicht leidet. Conversions sind das Gebot der Stunde. Deswegen ist es auch mit kleineren Budget wichtig, jede Zielgruppe und jede Interaktion noch gewissenhafter zu analysieren und optimieren. Das Gute in der Krise: die Digitalnutzung steigt, Werbepartner werden billiger, und selbst Influencer üben sich etwas stärker in Demut und passen ihre Budgets der Realität an. Es kann also auch die Zeit sein, etwas Neues auszuprobieren, wenn sich die alten Mittel als wirkungslos in der Krise erweisen.

3. Rücken Sie ihre Touch Points nach vorne

90% aller Werbetreibenden erkennen einen potentiellen Kunden erst, wenn dieser nach einem konkreten Produkt sucht. Doch dann ist es eigentlich zu spät, denn a) ist die Präferenz meist gefallen, b) sucht der Nutzer jetzt nur nach dem günstigsten Anbieter und c) sind die CPC-Kosten so kurz vor dem Kauf am teuersten - Conversions will eben jeder. Einfacher ist es, den Kunden schon im Blick zu haben, wenn nach Inspiration sucht. Je weiter vorne in der Customer Journey Sie ihre Leads erreichen, umso weniger Wettbewerber werden Sie sehen. Und dementsprechend günstig sind Reichweite und Lead Generierung. Da in der Krise alle auf Effizienz schielen, sind imagelastigere Kampagnen derzeit deutlich weniger kompetetiv.

 

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4. Noch härter vom Kunden denken: Aufklären statt werben.

In Krisenzeiten ändern sich auch Konsumwünsche und -entscheidungen. Jetzt ist die Chance, neue Akzente zu setzen und dem Konsumenten das Gefühl für Sinn und Inspiration zu geben. Hierzu braucht es nicht mehr Budget, sondern gezieltere Aussagen. Entscheidend ist das Wissen, wann der richtige Ort und Moment der Ansprache ist. Geben Sie ihren Kunden das Gefühl, eine sachliche Hilfe in schwierigen Zeiten zu sein. Bieten Sie sich als Partner an, der Probleme nicht nur anspricht, sondern auch löst.

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5. Automatisieren, was zu automatisieren ist

Jetzt ist die beste Gelegenheit, die gesamte Customer Journey auf ihre Tragfähigkeit zu überprüfen. Und wenn sie diese vor sich liegen haben, können Sie sie Stück für Stück automatisieren: Von der Ansprache über die Akquise zum Kauf, Service und Cross- und Up-Sales. Vernetzen Sie alle Daten, Nutzen Sie Algorithmen, automatisieren Sie Engagements und Interaktionen und Budgets. Die wichtigste Voraussetzung sind Personas, deren Verhalten sie erkennen und bewerten können. Marketingplattformen wie Hubspot oder Activecampaign kosten ein Bruchteil von Salesforce und Adobe Marketo, leisten aber genauso die Ansprache und Interaktion über alle digitalen Touchpoints hinweg.

 

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